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Corona Monitoring im AbwasserTBZ ist Teil eines bundesweiten Pilotprojekts

today15. Dezember 2023 20

Hintergrund
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Überall schnieft und hustet es. Auch wenn Corona seinen Schrecken verloren hat, laufen die Verständnisfragen rund um das Virus weiter. Zu den umfangreichen Aufklärungen zählt auch das Pilotprojekt, das durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert wird. In Kooperation mit dem Robert Koch-Institut (RKI) und dem Umweltbundesamt (UBA) nehmen bundesweit rund 175 Klärwerke teil.

Wie zuverlässig kann ein sogenanntes Abwassermonitoring die Coronalage wiedergeben? Diese Frage soll unter anderen in dem bundesweiten Pilotprojekt geklärt werden. Ziel dieses Projekts ist die systematische Abwasserüberwachung auf Infektionserreger und das frühzeitige Ableiten von bevölkerungsbezogenen Maßnahmen. Über 12 Monate werden nun Proben genommen und Daten erhoben, um dann im Anschluss besser bewerten zu können, wie effektiv und zuverlässig sich die Inzidenzlage über das Abwasser abbilden lässt.

Ein TBZ Mitarbeiter des Klärwerks nimmt zwei Mal pro Woche Mischproben direkt aus dem Klärwerk-Zulauf, also dem Wasser, das unmittelbar und ungefiltert aus den Flensburger Haushalten kommt. Über 24 Stunden werden diese Proben entnommen und anschließend im internen Klärwerklabor für den Versand nach Darmstadt vorbereitet. Dort angekommen werden die Proben dann sequenziert und geben erste Rückschlüsse auf die Inzidenzlage wieder.

„Ein wesentlicher Vorteil dieses Monitorings ist die Geschwindigkeit. Eine ansteigende Inzidenzlage lässt sich häufig frühzeitiger erkennen und gibt somit auch die Möglichkeit des schnelleren Handelns“, so Jens Eggers, Bereichsleiter der Entwässerung. Noch bis Ende 2024 wird das TBZ Teil dieses Projekts sein und damit einen Beitrag zum bundesweiten Monitoring leisten.

Geschrieben von: Hauixl

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